Die Alzheimer-Erkrankung: Diagnostik und Therapieansätze

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Die Alzheimer-Erkrankung bildet den inhaltlichen Schwerpunkt der Beratung bei BOEHM BIOTECH CONSULTING. Hier biete ich umfangreiche Erfahrungen und Kontakte sowie eigenes Wissen. Insbesondere im Bereich der frühzeitigen und kausalen Diagnostik der Erkrankung habe ich gemeinsam mit meinem Team wissenschaftlich und technisch herausragende Lösungen erarbeitet. Etwa 70 % unserer Kundenaufträge betreffen den Bereich der Alzheimer-Diagnostik.

Die Alzheimer-Erkrankung (AD, Alzheimer’s Disease) gehört zu den drei Haupt-Erkrankungen in der westlichen Welt, neben Tumoren und Herz/Kreislauferkrankungen. Sie ist ein globales Problem und betrifft rund 10 % der über 65-Jährigen und über 25 % der über 85-Jährigen; praktisch jede Person, die alt genug wird und nicht an einer anderen Erkrankung stirbt, wird letztendlich an Alzheimer erkranken. Rund ⅔ aller Hirnleistungsstörungen (Demenzerkrankungen) im Alter sind auf die Alzheimer-Erkrankung zurückzuführen. Derzeit gibt es noch keine zuverlässige laborgestützte Diagnose der Erkrankung und keine kausale Therapie; jedoch sind vielversprechende therapeutische Ansätze im Bereich der Vakzinierung (Impfstoffe) gegen die Alzheimer-Erkrankung in finalen klinischen Studien. Eine biochemische Diagnose der Alzheimer-Erkrankung, die insbesondere die Frühformen vor dem Auftreten schwerer klinischer Symptome detektieren kann, existiert derzeit nicht. Eine Alzheimer-Diagnose erfolgt heute über den Ausschluss anderer Krankheiten und wird über kognitive und bildgebende Verfahren ausgeführt. Einschränkend muss angemerkt werden, dass die Alzheimer-Erkrankung derzeit erst diagnostiziert werden kann, wenn sie ausgebrochen und so weit fortgeschritten ist, dass sich die typischen klinischen Symptome zeigen. Eine gesicherte und eindeutige Diagnose ist bislang erst post mortem durch eine Untersuchung des Gehirns – nach Autopsie – möglich.

Die Alzheimer-Erkrankung ist auf einen „natürlichen“ Prozess zurückzuführen und damit ab einem gewissen Alter praktisch unvermeidlich. Sie ist durch deutliche pathologische Veränderungen des Gehirns charakterisiert und führt zu einem – derzeit noch unaufhaltsamen – Abbau der kognitiven Fähigkeiten bei den Patienten. Die Alzheimer-Erkrankung ist nach ihrem Ausbruch nicht mehr heilbar, da Gehirnzellen irreversibel zerstört werden. Jedoch kann bei rechtzeitiger Therapie mit den heute bereits zugelassenen Medikamenten eine Verlangsamung des Fortschritts und eine Unterdrückung der Symptome erzielt werden. Einen Durchbruch im Bereich der Therapie werden die impfstoffbasierten Therapeutika bringen, die sich bei vielen Ansätzen bereits in der klinischen Prüfung befinden. Die typischen Ablagerungen (Plaques) im Gehirn eines Alzheimer-Patienten entstehen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten (symptomatisch unauffällige Vorlaufphase). Patienten durchleben die spontane Variante der Alzheimer-Erkrankung in einem Zeitraum von 6 bis 20 Jahren, wobei die Mehrzahl sieben Jahre nach Ausbruch der Erkrankung an deren Folgen stirbt.

Mein Team konnte im Rahmen unserer Forschungen der vergangenen Jahre schlüssig zeigen, dass Aβ-Oligomere eine kausale Ursache für die Erkrankung sind. Die sogenannte erweitere Amyloid-Beta-Hypothese, die von vielen weiteren namhaften Forschungsgruppen unterstützt wird, kann viele bislang unklare Phänomene bei der Alzheimer-Erkrankung erklären und wird zunehmend in der wissenschaftlichen Literatur akzeptiert. Die von uns beschriebenen löslichen Oligomere sind reifende Vorformen der Fibrillen, die später im Gehirn von AD-Patienten gefunden werden. Sie sind neurotoxisch und zerstören dadurch Gehirnzellen in essenziellen Bereichen. Jedoch ist die Konzentration dieser löslichen Oligomere extrem gering, daher hat die Erkrankung eine besonders lange Vorlaufzeit vor dem Ausbruch.